Recherche vor OrtSeptember 2023 – mit gemietetem Auto samt Fahrer einmal um die Insel, aus eigener Erfahrung
Preise und Regeln zuletzt geprüftJuli 2026
Auf einem Lunch-Buffet-Boot den smaragdgrünen Fluss hinab und dann auf einem Aussichtspunkt stehen, an dem sich kegelförmige Hügel bis zum Horizont reihen – die Landtour auf der philippinischen Insel Bohol ist ein „Landschafts-Tag im Landesinneren“, der das Bild vom Strandurlaub Lügen straft. Wir zeigen, wie man die Tagestour plant, was sie kostet und welche Regeln im Tarsier-Schutzgebiet gelten.
Das Wichtigste zuerst – das Muster der Bohol-Landtour
- Basis ist ein gecharterter Wagen für 2.500–3.500 Peso pro Tag: Die drei Hauptziele Chocolate Hills, Tarsier und Loboc-Fluss schafft man an einem Tag. Zuverlässiger als Fahrdienst-Apps ist die Buchung über die Unterkunft oder vor Ort
- Das Mittagessen in die Loboc-Flusskreuzfahrt (rund 1.000 Peso) einbauen: Fahren, Essen und Landschaft auf einmal – das effizienteste Zeit-Setup
- Beim Tarsier gilt als eiserne Regel „leise beobachten“: Der zu den kleinsten Primaten der Welt zählende Koboldmaki ist extrem stressanfällig. Blitzlicht, Berührung und laute Stimmen sind streng verboten
- Als Basis ist die Seite der Insel Panglao angenehm: Flughafen und Strand liegen hier. Die Landtour startet morgens und man ist abends wieder am Strand
Bohol aus der Luft – die Farbverläufe von Grün und Meer

Rund anderthalb Stunden im Inlandsflug von Manila, und wenn sich vor der Landung im Fenster die Farbverläufe der Korallenriff-Untiefen ausbreiten, ist das Bohol (genauer die Insel Panglao mit dem Flughafen). Der Reiz der Insel ist die „doppelte Ernte aus Meer und Land“ – eine Kombination wie vormittags Tauchen, nachmittags Landtour geht nicht, daher sollte man der Landtour einen ganzen Tag widmen. Den gesamten Reiseverlauf finden Sie im Wochen-Guide zu Manila & Bohol.
Loboc-Flusskreuzfahrt – Lunch-Buffet auf dem smaragdgrünen Fluss


Legen Sie das Mittagessen der Landtour fest auf die Loboc-Flusskreuzfahrt (mit Lunch-Buffet, rund 1.000 Peso). Ein überdachtes schwimmendes Restaurant wird selbst zum Boot, und während man sich am philippinischen Buffet bedient, geht es gemächlich den smaragdgrünen Fluss hin und zurück. Beide Ufer sind Palmendschungel, an einem Steg unterwegs tragen einheimische Kinder Lieder vor (Trinkgeld freiwillig). Wir hatten es als bloßes Ausflugsboot abgetan, doch dass allein Flussfarbe und Fahrtwind die Mittagshitze zurücksetzen, war ein unerwarteter Gewinn.
Chocolate Hills und Tarsier – die Etikette des Betrachters

Die Chocolate Hills (Aussichtspunkt-Eintritt 100 Peso, 6:00–18:00 Uhr) sind ein Naturschauspiel aus über 1.000 großen und kleinen kegelförmigen Hügeln, die sich bis zum Horizont reihen. In der Trockenzeit vertrocknet das Gras und sie werden namensgetreu „schokobraun“. Bei unserem Besuch im September waren sie noch grün, doch auch die grünen Hügel hatten ihren eigenen Reiz, so etwas wie „Matcha-Hügel“. Die andere Attraktion, der Tarsier (Philippinen-Koboldmaki), ist mit rund 10 cm Körperlänge einer der kleinsten Primaten der Welt und lässt sich im Schutzgebiet (Eintritt rund 170 Peso) beobachten. Weil er aber ein extrem stressanfälliges, nachtaktives Tier ist, sind Blitzlicht, Berührung und laute Stimmen streng verboten, und es gilt die eiserne Regel, ihn vom Weg aus leise zu betrachten – dass wir in diesem Artikel kein Foto zeigen, hat genau diesen Grund. Ein Schutzgebiet zu wählen, das die Regeln einhält, ist selbst schon der beste Beitrag zum Artenschutz, den Reisende leisten können.
Zum Abschluss an den Strand von Panglao

Am Abend geht es zurück auf die Seite von Panglao und zum Abschluss an den Strand. Am nächsten Tag Tauchen oder Inselhüpfen – die Aufteilung „ein Tag Land, der Rest Meer“ ist das goldene Verhältnis eines Bohol-Aufenthalts. Den Sardinenschwarm (die riesige Sardinen-Formation) vor der Insel Balicasag kann man auch als Nicht-Taucher beim Schnorcheln erleben.
Praktische Infos zur Bohol-Landtour
- Kosten-Richtwert (pro Person) – Gecharterter Wagen 2.500–3.500 Peso pro Tag (ein Auto, auf mehrere Personen aufteilbar) + Chocolate Hills 100 Peso + Loboc-Flusskreuzfahrt rund 1.000 Peso + Tarsier-Schutzgebiet rund 170 Peso (Stand Juli 2026)
- Modellverlauf – Morgens: Abfahrt von der Unterkunft → Tarsier-Schutzgebiet → Chocolate Hills → Mittag: Loboc-Flusskreuzfahrt → Nachmittag: Abstecher etwa zur Baclayon-Kirche → Abend: Rückkehr nach Panglao
- Buchung – Zuverlässig ist der Weg über die Rezeption der Unterkunft oder eine Online-Buchung im Voraus. Die Preise sind transparenter als beim spontanen Zugriff vor Ort
- Einreise – Visumfrei bis 30 Tage; verpflichtend sind die eTravel-Registrierung (kostenlos, innerhalb von 72 Stunden vor Ankunft) und der Nachweis eines Rückflugtickets. Details im Wochen-Guide zu Manila & Bohol
- Kleidung – Bei einem Kirchenbesuch ein Teil, das Schultern und Knie bedeckt. Im Auto ist die Klimaanlage stark, daher auch etwas zum Überziehen
Weiterlesen – die Philippinen-Reise zusammenstellen
- Die ganze Reiseplanung → Manila & Bohol: der Wochen-Guide
- Kulinarische Vorbereitung → Guide zur philippinischen Küche
- Reiseziele nach Landschaft wählen → Reiseziele nach Landschaft: der Guide


