Eine durchgehende Route, um Portugals zwei größte Städte Lissabon und Porto in 7 Tagen intensiv zu erleben: das Zeitalter der Entdeckungen in Lissabon, die Paläste von Sintra, die Fahrt nach Norden mit dem Alfa Pendular (Schnellzug) sowie das Welterbe und die Portwein-Kultur von Porto. Mit mindestens zwei Nächten pro Stadt verbindet dieser entspannte, auch für Erstbesucher machbare Rundreiseplan Sightseeing und Alltagsgefühl.
Warum 7 Tage? — die Logik dahinter
Der häufigste Fehler bei einer Portugal-Reise ist „zu wenig Zeit“. Mit 3 Tagen Lissabon und 2 Tagen Porto ist man mit Fahrten und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten voll ausgelastet und hat keine Zeit, die Städte nachwirken zu lassen. Mit 7 Tagen dagegen:
- 3 Tage Lissabon (davon ein Tagesausflug nach Sintra) + am 4. Tag Weiterreise und 3 Tage Porto
- in jeder Stadt lassen sich Sightseeing-Höhepunkte und lokale Erlebnisse verbinden
- es bleibt Muße, in Cafés, der Metro und auf Märkten das Alltagsleben zu spüren
- ein Puffer für plötzliche Wetterumschwünge oder Unwohlsein
Ein 7-Tage-Plan mit 6 Nächten vor Ort und einer einfachen Linie: Hinflug nach Lissabon, per Schnellzug nach Porto, Rückflug ab Porto. Der Alfa Pendular (Alfa Pendular) braucht 2 Stunden 50 Minuten, 1. Klasse ab 34 €, 2. Klasse ab 24 €. Für den Rückflug bietet sich der Flughafen Porto (OPO) an, der ab Deutschland direkt angeflogen wird (u. a. TAP Air Portugal, Lufthansa) — ein Open-Jaw-Ticket (Lissabon hin, Porto zurück) spart die Rückfahrt.
Tag 1: Ankunft in Lissabon — der Abend klingt in der Alfama aus

Ab Deutschland erreichen Sie Lissabon (LIS) per Direktflug meist am Vor- oder Nachmittag. Nach dem Check-in im Hotel schlendern Sie am frühen Abend durch die Alfama. Durch die mittelalterlichen, labyrinthischen Gassen, die das Erdbeben von 1755 überstanden haben, fährt zwischen Wohnhäusern mit flatternder Wäsche die Tram 28.
Zum Abendessen in ein alteingesessenes Restaurant mit Fado-Livemusik (dem portugiesischen Volkslied). „Clube de Fado“ und „Mesa de Frades“ sind bekannte Adressen; Abendessen plus Fado 40–70 €, Dauer 2,5 Stunden. Ein passender Auftakt für die Portugal-Reise.
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Fado-Show in der Alfama + traditionelles Abendessen
Abendessen mit Live-Auftritt echter Fado-Sängerinnen und -Sänger. Der Lissabonner Abend in den kopfsteingepflasterten Gassen der Alfama.
Tickets buchen →Tag 2: Lissabon — auf den Spuren des Zeitalters der Entdeckungen

Am zweiten Tag erkunden Sie von Belém aus die Zeugnisse des Zeitalters der Entdeckungen. Turm von Belém (Festung aus dem 15. Jahrhundert), Hieronymitenkloster (manuelinisches Welterbe), Denkmal der Entdeckungen (moderne Skulpturengruppe zu Ehren der Entdeckungen) und schließlich die Pastéis de Belém (das Original des Pastel de Nata) — alles an einem Tag.
Am Nachmittag eine „Tram-Querung Lissabons“ mit der Tram 28: von der Alfama über Graça bis zur Baixa. In 1,5 Stunden fangen Sie die Gesichter der Stadt auf einmal ein — eine effiziente Linie. Details in Lissabon in 3 Tagen — Reiseroute.
Tag 3: Tagesausflug nach Sintra — die Bergfantasie der Paläste

Am dritten Tag ein Tagesausflug nach Sintra. Von Lissabon-Rossio mit der Vorortbahn 40 Minuten, einfache Fahrt 2,55 € (Stand Juli 2026). Effizient ist eine Route, die die drei Säulen in 3 Stunden bündelt: den Pena-Palast (farbenprächtige Architektur der Romantik), die maurische Burgruine (Festung aus dem 10. Jahrhundert) und den Nationalpalast von Sintra (mit den beiden markanten weißen Kegelschornsteinen).
Mit der Rundlinie des Busses 434 lässt sich das Zufußgehen minimieren, in der Hochsaison sind aber bis zu 45 Minuten Wartezeit möglich. Ein optimiertes Muster ist, ergänzend Uber zu nutzen, nur für den Pena-Palast das Auto zu nehmen und von der Burgruine zu Fuß hinabzugehen. Details in Der beste Tagesausflug nach Sintra.
Gegen 17 Uhr zurück nach Lissabon, im Hotel packen und sich auf die Weiterreise nach Porto am nächsten Tag vorbereiten.
Tag 4: Reisetag Lissabon → Porto
Mit dem Alfa Pendular in 2 Stunden 50 Minuten nach Norden
Nach dem Frühstück zum Bahnhof Santa Apolónia oder Oriente. Mit einer Verbindung gegen 9 Uhr fahren Sie ab und erreichen vor 12 Uhr den Bahnhof Porto-Campanhã. Am touristischsten ist es, von dort mit der CP-Vorortbahn (Urbano) eine Station weiter — etwa 5 Minuten — zum Bahnhof Porto-São Bento (im Herzen des historischen Zentrums) zu fahren. Mit einem AP/IC-Fernticket können Sie diese Teilstrecke innerhalb einer Stunde nach Ankunft ohne Aufpreis nutzen.
Die 1. Klasse (Conforto) kostet ab 34 €, die 2. Klasse (Turística) ab 24 €. Die 1. Klasse bietet kostenloses WLAN, Steckdosen und einen kleinen Imbissservice — bei 2,5 Stunden Fahrt durchaus ihren Preis wert. Auf der offiziellen Website von CP (Comboios de Portugal) ist die Buchung 60 Tage im Voraus möglich; mit einem frühen Promo-Tarif (bis zu 65 % Rabatt) zahlt man teils weniger als die Hälfte (Stand Juli 2026).
Am Nachmittag nach dem Check-in in die Ribeira
Nach dem Check-in im Hotel in Porto geht es gleich ins Ribeira-Viertel (Welterbe). Bei Café und Pastel de Nata am Ufer lassen Sie den Reisetag ausklingen; das Abendessen auf einer Terrasse am Praça da Ribeira stimmt auf die ausführliche Besichtigung am nächsten Tag ein.
Tag 5: Portos historisches Zentrum + die Ursprünge des Portweins
Die goldene Route für einen Tag: die Azulejos im Bahnhof São Bento → Clérigos-Turm → Buchhandlung Lello → Ribeira-Viertel → Ponte Dom Luís I → die Portwein-Kellereien in Vila Nova de Gaia (Taylor’s, Sandeman, Graham’s u. a.). Details in Porto in 2 Tagen — Reiseroute.
Am Abend ist die Portwein-Bar Portologia (früher Vinologia) nahe der Ribeira auf der Porto-Seite die Wahl für Kenner — bei einer vergleichenden Verkostung von Ports kleiner Erzeuger.
Tag 6: Moderne Architektur + Douro-Bootstour
Der zweite Tag in Porto ist ein Tag der modernen Architektur: Casa da Música (Rem Koolhaas) und die Stiftung Serralves (Álvaro Siza). Am Nachmittag überblicken Sie die Stadt vom Wasser aus bei einer Bootstour über die sechs Douro-Brücken (18–20 €, Dauer 50 Minuten; je nach Anleger unterschiedlich, Stand Juli 2026).
Am Abend stöbern Sie im Mercado do Bolhão (2022 renoviert) nach lokalen Lebensmitteln und essen in einer Bar im Markt eine Kleinigkeit. Vor dem Rückflug am nächsten Tag genießen Sie die letzte Nacht in Porto.
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Bootstour über die sechs Douro-Brücken
Portos Welterbe-Panorama vom Wasser aus. Mit 50 Minuten Dauer eine beliebte Aktivität, die sich gut in den Nachmittag einbauen lässt.
Bootstour buchen →Tag 7: Porto → Rückflug
Nach dem Frühstück zum Rückflug ab Flughafen Porto (OPO). Mit der Metro-Linie E etwa 30 Minuten zum Flughafen, Z4-Ticket 2,30 € (Stand Juli 2026). Vom Stadthotel mit Puffer 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, ist entspannt.
Falls der Rückflug erst spätabends geht, ist auch ein entspannter Abschluss möglich: vormittags im Viertel Matosinhos echten Fisch und Meeresfrüchte (etwa über Holzkohle gegrillte Sardinen), nachmittags in Ruhe im Café — und dann zum Flughafen.
Budget-Richtwert (6 Nächte vor Ort, 7 Tage, Stand Juli 2026)
- Flug: ab Deutschland 120–350 € (Nebensaison bis Hochsaison)
- Hotel: Mittelklasse 3–4 Sterne, 120–180 € pro Nacht × 6 = 720–1.080 €
- Zug: Lissabon → Porto, 1. Klasse ab 34 €
- Verpflegung: Mittag 15–25 €, Abend 30–60 €. Inklusive Cafés und Snacks im Schnitt 60–70 € pro Tag × 7 = 420–490 €
- Sightseeing/Erlebnisse: Museen, Paläste und Touren insgesamt 250–350 €
- Gesamt: ca. 1.500–2.300 € pro Person (inkl. Flug)
Empfohlene Übernachtungsviertel
- Lissabon: Baixa / Chiado — im Sightseeing-Zentrum, Knotenpunkt für Tram und Metro. Der Klassiker für Erstbesucher
- Lissabon: Alfama — Gassen-Lokalflair, Fado-Lokale in Gehweite. Für Wiederkehrende
- Porto: Umgebung der Ribeira — mitten im Welterbe, unschlagbare Lage. In der Hochsaison teuer
- Porto: Umgebung der Avenida dos Aliados — Metro-Knoten, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Unverzichtbare Vorbereitungen
- SIM / WLAN: siehe den Artikel Portugal: WLAN/SIM im Vergleich
- Bahnbuchung: Der Alfa Pendular geht 60 Tage im Voraus in den Verkauf; ein früher Promo-Tarif bringt kräftige Rabatte
- Museums-/Palastbuchung: Für das Hieronymitenkloster, den Pena-Palast und die Buchhandlung Lello ist eine vorherige Reservierung Pflicht
- Kreditkarte: Einige ältere Lokale nehmen nur Bargeld. Es empfiehlt sich, 100–200 € in bar mitzuführen
- Steckdosen: Portugal nutzt die Typen C/F wie Deutschland — ein Reiseadapter ist nicht nötig
Weiterlesen — Portugal noch tiefer entdecken
- Portugal-Reiseführer — der Einstieg zu allen Portugal-Artikeln
- Lissabon: Wo übernachten? Stadtteil-Guide — die Viertelwahl für die Unterkunft auf der Rundreise (6 Viertel im Vergleich)
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