Muay Thai at Rajadamnern Stadium, Bangkok

Bangkok: Tempel, Muay Thai & Streetfood

PHOTO: TRAVELERS ROUTE

Die drei großen Tempel, eine Nacht Muay Thai im Rajadamnern und ein Meer aus Garküchen. Der Rundgang für den ersten Bangkok-Besuch – mit Hinweisen zu Einreise und TDAC.

Travelers Route  /  Artikel

14 Min. Lesezeit

Recherche vor OrtNovember 2022 und April 2025 · zweimal vor Ort recherchiert

Preise und Regeln zuletzt geprüftJuli 2026

Bangkok entwickelt sich weiter – von der „günstigen, vergnüglichen Metropole Asiens“ zu einer der führenden Entertainment-Städte der Welt. Goldene Tempel, Spezialitäten von den Garküchen und echtes Muay Thai – an Dichte ist es in Asien kaum zu übertreffen. Wir zeigen den Rundgang aus „drei großen Tempeln, Muay Thai und Essen“, der das Grundgerüst eines ersten Bangkok-Besuchs bildet.

Das Fazit vorab – die Form für 3 Nächte

  1. Tag 1 = die drei großen Tempel: vormittags Großer Palast + Wat Phra Kaeo → zu Fuß zum Wat Pho → mit der Fähre (5 B) zum Wat Arun. Abends Nachtmarkt
  2. Tag 2 = Tagesausflug nach Ayutthaya: mit der Bahn gut eine Stunde pro Strecke. Zum Abschluss abends ein Muay-Thai-Besuch
  3. Tag 3 = die Freuden der Stadt: Märkte und Garküchen, Massage, der Chao-Phraya-Fluss. Bei einem Abendflug zurück lässt sich der Tag voll nutzen

Deutsche Staatsangehörige reisen visumfrei ein (60 Tage, Stand Juli 2026 – eine Verkürzung auf 30 Tage ist bereits beschlossen und kann jederzeit in Kraft treten, prüfen Sie das vor der Abreise). Zusätzlich ist für alle die vorab auszufüllende TDAC (elektronische Einreisekarte, kostenlos) Pflicht (ab 72 Stunden vor Ankunft; einzig offizielle Seite ist tdac.immigration.go.th). In der Stadt kombiniert man üblicherweise BTS/MRT mit einer Fahrdienst-App (alles Stand Juli 2026).

Die drei großen Tempel – Großer Palast, Wat Pho und Wat Arun in einem halben Tag

Der Weg im Großen Palast von Bangkok Approach inside the Grand Palace, Bangkok
Auf dem Gelände des Großen Palastes. Ein eigentümliches Bild, in dem goldene Türme und Kolonialstil nebeneinander bestehen — PHOTO: TRAVELERS ROUTE (aufgenommen November 2022)

Entlang des Chao Phraya versammeln sich die drei Tempel, die den Kern eines Bangkok-Besuchs bilden. Zuerst der Große Palast + Wat Phra Kaeo (Smaragd-Tempel, gemeinsam 500 B) – das Heiligtum des thailändischen Königshauses, ein „So ist Thailand“-Raum, in dem goldene Chedis und farbenprächtiges Dekor geradezu explodieren. Die Kleiderordnung ist hier am strengsten, mit kurzen Hosen oder ärmellos kommt man nicht hinein. Im Wat Pho in Fußnähe (300 B, nur Bargeld) liegt ein 46 m langer goldener liegender Buddha, und ans andere Ufer zum Wat Arun (Tempel der Morgenröte, 200 B, nur Bargeld) setzt man mit der Fähre für 5 B pro Person über. Genau diese Wegführung „über den Fluss von Tempel zu Tempel“ war ein typisches Bangkok-Erlebnis (alle Preise Stand Juli 2026).

Der liegende Buddha im Wat Pho Reclining Buddha at Wat Pho, Bangkok
Der liegende Buddha im Wat Pho. Am eindrucksvollsten ist das Profil, wenn man zwischen den Säulen hindurch hinaufblickt — PHOTO: TRAVELERS ROUTE (aufgenommen November 2022)

Abends Muay Thai – die Hitze im Rajadamnern ist ein „Festival des Kampfsports“

Muay-Thai-Veranstaltung im Rajadamnern-Stadion Muay Thai at Rajadamnern Stadium, Bangkok
Das Rajadamnern, die älteste Muay-Thai-Kampfstätte der Welt. Licht und Ton bewegen sich längst auf Showniveau — PHOTO: TRAVELERS ROUTE (aufgenommen November 2022)

Wenn wir für einen Abend in Bangkok nur eine Sache wählen dürften, empfehlen wir ohne Zögern einen Muay-Thai-Besuch. Das Rajadamnern, das älteste reine Muay-Thai-Stadion der Welt, ist inzwischen als moderne Veranstaltung unter der Marke „RWS“ neu erstanden: In Laserlicht und Wucht-Sound zieht sich vom ersten Kampf an ein fast vierstündiges Kampfsport-Festival hin. Vom traditionellen Ritual des Wai Khru schlägt es um in die Spannung von Kämpfen, in denen Ellbogen und Knie einander kreuzen – der Rausch rund um den Ring lässt sich nur vor Ort erleben. Tickets kosten am Schalter regulär ringside etwa 2.000 B bis 1.000 B in der 3. Kategorie; ein Online-Kauf im Voraus ist die sichere Wahl (die Verkäufer am Tag selbst sind teurer; Stand Juli 2026). Die Umgebung ist stark verstopft, planen Sie also Puffer bis zur Startzeit ein.

Essen – der rosa Khao Man Kai und ein Meer aus Garküchen

Der rosa Khao Man Kai in Pratunam Pink kaomangai chicken rice stall, Pratunam Bangkok
Der „rosa Khao Man Kai“ in Pratunam. Vor dem Laden steigt der Dampf vom gekochten Hähnchen auf — PHOTO: TRAVELERS ROUTE (aufgenommen November 2022)

In Bangkoks Küche spielen Garküchen und einfache Lokale die Hauptrolle. Angestanden haben wir beim in Pratunam so genannten „rosa Khao Man Kai“ – einem für seine rosa Uniformen bekannten Traditionslokal für Hähnchenreis, wo eine Schale mit saftigem Huhn und Ingwersoße für ein paar Dutzend Baht das Glück war. Dazu Pad Thai, Massaman-Curry, Khao Niao Mamuang (Mango-Klebreis) – allein mit den Spezialitäten reichen die Mahlzeiten des Aufenthalts nicht aus. Abends geht es auf den Nachtmarkt – die riesigen Märkte rund um den alten Bahnhof und die Straßen von Yaowarat (Chinatown) machen schon den Bummel selbst zum Entertainment.

Anreise und Unterkunft

Ab Frankfurt oder München fliegt man direkt in rund 11 Stunden nach Bangkok. In der Stadt deckt das Netz aus BTS (Hochbahn) und MRT (U-Bahn) die Touristenviertel ab, sodass man ohne Stau vorankommt. Als Unterkunft ist die Gegend zwischen BTS Siam und Asok ein Allrounder, das Ufer am Fluss (Riverside) eher für alle, denen Resort-Gefühl wichtig ist. Weil das Viertel der drei großen Tempel etwas abseits der Bahnhöfe liegt, ist inzwischen auch die Gegend um die MRT-Station Sanam Chai praktisch geworden.

Praktische Infos für Bangkok

  • Einreise (visumfrei + TDAC) – Deutsche reisen visumfrei ein (60 Tage, Verkürzung auf 30 Tage beschlossen; vor der Abreise prüfen). Für alle Ausländer ist die elektronische Einreisekarte Pflicht: ab 72 Stunden vor Ankunft kostenlos registrieren und QR-Code vorzeigen (Vorsicht vor kostenpflichtigen Fake-Seiten)
  • Kleidung im Tempel – auf freie Schultern, Knie und Knöchel achten. Besonders der Große Palast ist streng; am Eingang gibt es zwar Überwürfe zu kaufen, sicherer ist aber, selbst etwas mitzubringen
  • Bargeld – Eintritt für Wat Pho und Wat Arun, Fähre und Garküchen nur bar. Reichlich kleine Baht-Scheine bereithalten
  • Beste Reisezeit – die Trockenzeit von November bis Februar. Der April ist der heißeste Monat des Jahres, dazu bringt Songkran (thailändisches Neujahr, Wasserfest) die Stadt in einen anderen Modus
  • Fortbewegung – BTS/MRT plus Fahrdienst-App (etwa Grab). Bei Taxis auf der Straße den Taxameter kontrollieren

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