Limestone karst bay, Phi Phi Islands, Thailand
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Thailand & Vietnam: Rundreise in 8 Tagen

PHOTO: TRAVELERS ROUTE

Thailand und Vietnam in einer Rundreise verbinden: Bangkok und Ho-Chi-Minh-Stadt, nur eineinhalb Flugstunden entfernt – mit Reihenfolge und Nächteverteilung.

Travelers Route  /  Artikel

22 Min. Lesezeit

Recherche vor OrtErfahrung der Redaktion aus Thailand (dreimal) und Vietnam (2023), separat bereist

Preise und Regeln zuletzt geprüftJuli 2026

Wer in Südostasien „zwei Länder auf einmal” plant, findet in Thailand und Vietnam eine erstklassige Kombination. Bangkok und Ho-Chi-Minh-Stadt trennt gerade einmal eineinhalb Flugstunden – Billigflieger verkehren mehrmals täglich, und dabei ist die Reisequalität völlig unterschiedlich. Wir schlagen die Reihenfolge, die Flugverbindung und die Verteilung der Übernachtungen vor, um diese beiden Länder effizient zu verbinden.

Das Fazit vorweg — die empfohlene Route im Überblick (8 Tage)

AbschnittAufenthaltVerkehrsmittel
Frankfurt → Bangkok3 Nächte (+ Tagesausflug Ayutthaya)Direktflug ca. 11 Std.
Bangkok → Ho-Chi-Minh-Stadt3 Nächte (+ Mekong/Cu Chi)Flug ca. 1 Std. 30 Min. (viele Billigflieger)
Ho-Chi-Minh-Stadt → FrankfurtDirektflug (oft nachts)

Als Reihenfolge empfehlen wir „Thailand → Vietnam”. Dafür gibt es zwei Gründe: Bangkok ist ab Deutschland gut mit Direktflügen erreichbar, was den Einstieg sanft macht; und im glanzvollen, vielfältigen Thailand gewöhnt man sich an Südostasien, um dann in das dichtere, gassenhafte Vietnam tiefer einzutauchen – dieser Verlauf ist ganz natürlich. Die umgekehrte Reihenfolge funktioniert auch, doch beim ersten Mal in Südostasien fühlte sich diese Richtung stimmiger an. Beide Länder eint, dass die Preise moderat sind, keine Visumpflicht besteht und das Essen die Hauptrolle spielt – und doch ist die Atmosphäre der Städte grundverschieden.

Der Zugang zum Großen Palast in Bangkok
Die erste Stadt ist zum Akklimatisieren: Tempel, Garküchen und Klimaanlage in einer Straße — PHOTO: TRAVELERS ROUTE

Etappe 1: Frankfurt → Bangkok (mit der Vielfalt eingewöhnen)

Bangkok ist eine Stadt, in der „Garküchen und Lokale die Hauptrolle spielen”. Gekochtes Hähnchen mit Reis in Pratunam, Pad Thai, Spieße und Süßes auf dem Nachtmarkt – für ein paar Dutzend bis wenige Hundert Baht pro Mahlzeit ist die Dichte an gutem Essen unvergleichlich. Das Gold der drei großen Tempel (Königspalast, Wat Pho, Wat Arun), der Rausch eines Muay-Thai-Kampfs und die Nachtmärkte. Die Gesamtplanung im Reiseführer Bangkok. Wer einen Tag zum UNESCO-Welterbe Ayutthaya und seinen Ruinen fährt, erlebt den Kontrast zwischen „lebendigem Tempel” und „untergegangener Königsstadt”. Wer auch einen Strand möchte, hängt vor dieser Rundreise eine erweiterte Variante mit Phuket davor (dann + 3 Nächte).

Der Saigon-Fluss und Landmark 81 bei Nacht
Anderthalb Flugstunden, und die Dichte ändert sich. Dasselbe Südostasien, ein anderes Stadttempo — PHOTO: TRAVELERS ROUTE

Etappe 2: Bangkok → Ho-Chi-Minh-Stadt (in eineinhalb Flugstunden zur „Dichte”)

Von Bangkok (Suvarnabhumi/Don Mueang) nach Ho-Chi-Minh-Stadt (Tan Son Nhat) dauert es mit Billigfliegern wie VietJet oder Thai AirAsia rund 1 Stunde 30 Minuten. Da täglich mehrere Flüge gehen, lässt sich die Route flexibel legen. Ho-Chi-Minh-Stadt ist die Stadt von „großem Strom, Gassen und Kaffee” – Phở, Bánh mì, Egg Coffee mit Kondensmilch und die Flut der Mopeds. Der Überblick zum Stadtbummel im 4-Tage-Plan für Ho-Chi-Minh-Stadt. Von hier aus ergänzt man Tagesausflüge wie die Mekong-Kreuzfahrt mit Ruderboot und Glühwürmchen und die Cu-Chi-Tunnel als unterirdische Festung – im Kontrast zur „hellen Vielfalt” Thailands wird das die „tiefe, dichte” Zeit Vietnams.

Das pinke Kaomangai an der Pratunam-Kreuzung in Bangkok
Wenn Essen das Ziel ist, lieber 4-4 statt 3-3 — und eine Mahlzeit am Tag für die Garküchen frei lassen — PHOTO: TRAVELERS ROUTE

Verteilung der Nächte — „3-3″ als Basis, für Foodies „4-4″

Basis sind 6 Nächte, 3 in Bangkok und 3 in Ho-Chi-Minh-Stadt. Mit jeweils „2 Tage Stadt + 1 Tagesausflug” hat man den Kern erfasst. Wer das Essen zur Hauptsache macht, dehnt auf je 4 Nächte aus und klappert Märkte und Lokale systematisch ab – ein für Südostasien typischer Luxus. Reicht die Zeit umgekehrt nicht, streicht man die Tagesausflüge und bekommt schon mit je 2 Nächten (4 insgesamt) das Gefühl, „zwei Länder betreten” zu haben. Für die Erweiterung gibt es zwei Richtungen: ① auf der Thailand-Seite der Strand von Phuket (ein Tropenresort dazu), ② auf der Vietnam-Seite Hanoi oder Da Nang (das andere Gesicht des Nordens und der Mitte; von unserer Redaktion künftig geplant). Beide sind per Inlandsflug angebunden.

Buchung und Vorbereitung — die Kniffe für zwei Länder in Südostasien

  • ① Flugticket (Open Jaw) — mit Bangkok als Ankunft und Ho-Chi-Minh-Stadt als Abflug wird die Route geradlinig. Bei den Billigfliegern auf dem Zwischenstück kostet Aufgabegepäck extra, also über den Gesamtpreis vergleichen
  • ② Einreise — für Kurzurlaub beide visumfrei. Deutsche reisen nach Thailand bis 60 Tage visumfrei (Stand Juli 2026), benötigen aber die TDAC (digitale Einreisekarte, Online-Registrierung vor Ankunft); ⚠ eine Verkürzung auf 30 Tage ist bereits im Kabinett beschlossen und steht kurz vor der Veröffentlichung im Amtsblatt. Für Vietnam gilt Visumfreiheit bis 45 Tage. Vor der Reise unbedingt den aktuellen Stand prüfen
  • ③ Währung — thailändischer Baht und vietnamesischer Dong sind getrennt. In beiden Ländern läuft vieles über Bargeld; für Garküchen und Märkte braucht man kleine Scheine
  • ④ Klima — im Süden Thailands ist die Trockenzeit November–April, im Süden Vietnams ebenfalls November–April. Von Jahresende bis Frühling sind beide Länder ideal (die Regenzeit besteht aus kurzen Schauern mit begrenztem Einfluss auf die Besichtigung, doch für Glühwürmchen und Strand ist die Trockenzeit im Vorteil)
  • ⑤ Tiere und Erlebnisse — Einrichtungen, die den Tierschutz berühren, wie Elefantenreiten oder Shows, behandeln wir auf dieser Seite nicht. An die Hygiene der Garküchen tastet man sich heran, wenn der Körper sich gewöhnt hat

Für wen sich diese Rundreise eignet – und für wen nicht

Geeignet für alle, deren Reise sich ums Essen dreht, die günstig und intensiv genießen wollen und in einem Rutsch das „Helle” und das „Dichte” Südostasiens mitnehmen möchten. Weniger geeignet für alle, die eine Stadt in Ruhe vertiefen wollen, Hitze und Trubel nicht mögen oder nur zum Entspannen ins Resort wollen (dann ist Phuket allein passender). Weil die Atmosphäre beider Städte intensiv ist, hält die Kraft bis zum Schluss, wenn man dazwischen einen „Tag ohne Programm” einlegt. Empfehlenswert ist auch, zuerst den einzelnen Reiseführer zu Thailand oder Vietnam zu lesen und zu prüfen, was einen mehr reizt.

Was zuerst voll ist – und die Formalitäten: Die Einreiseregeln sind in beiden Ländern verschiedene Dinge

Woran man auf dieser Runde zuerst scheitert, sind nicht Hotels oder Touren, sondern die Einreiseformalitäten. Die Anforderungen unterscheiden sich in beiden Ländern völlig, und beide erledigt man vor der Abreise.

  • Thailand verlangt von allen die Vorabregistrierung der digitalen Einreisekarte (TDAC). Die Registrierung ist kostenlos und ab 72 Stunden vor Ankunft möglich; man zeigt einen QR-Code. Die einzige offizielle Seite ist tdac.immigration.go.th; Vorsicht vor Nachahmerseiten, die Gebühren verlangen (Stand Juli 2026)
  • Für Vietnam brauchen deutsche Staatsangehörige bis 45 Tage kein Visum (Bedingungen: sechs Monate Passgültigkeit und ein Weiterflugticket). Seit April 2026 erprobt der Flughafen Tan Son Nhat eine Online-Vorabmeldung, derzeit freiwillig und kostenlos
  • Auch der Bargeldbedarf ist verschieden: An Bangkoks drei großen Tempeln nehmen Wat Pho (300 B) und Wat Arun (200 B) den Eintritt nur bar, die Flussfähre kostet 5 B pro Person. Auch die Stände sind bar. Reichlich Kleingeld hält einen in Bewegung
  • In der Trockenzeit sind die Touren voll: Der Tagesausflug von Phuket zu den Phi-Phi-Inseln kann in den Trockenmonaten schon am Vortag ausgebucht sein. Sobald die Daten stehen, sichern

Vor Hotels und Flügen die TDAC-Registrierung und die Prüfung der Passgültigkeit für Vietnam erledigen. Beides ist kostenlos — und es sind die einzigen Punkte, die sich am Reisetag nicht mehr retten lassen.

Zwischen Thailand und Vietnam – warum Fliegen praktisch die einzige Option ist

Die Antwort auf „Wie komme ich von Thailand nach Vietnam?“ lautet fast ausschließlich mit dem Flugzeug. Landwege gibt es, doch die beiden Länder grenzen nicht aneinander; man müsste Kambodscha oder Laos durchqueren. Ohne Puffer im Plan ist das nicht realistisch.

  • Es dauert rund anderthalb Stunden: von Bangkok (Suvarnabhumi oder Don Mueang) nach Ho-Chi-Minh-Stadt (Tan Son Nhat), mit Billigfliegern wie VietJet oder Thai AirAsia. Es gibt mehrere Flüge am Tag
  • Zwei Flughäfen hat die Bangkoker Seite: Suvarnabhumi und Don Mueang sind verschiedene Flughäfen — ⚠bei der Buchung immer prüfen, welcher es ist. Die Fahrzeit aus der Stadt ändert sich
  • Der Landweg fügt Durchreiseländer hinzu: Da Thailand und Vietnam nicht aneinandergrenzen, bedeutet der Landweg Transit durch Kambodscha oder Laos. Wer es als Zwei-Länder-Reise plant, hat mit dem Flug mehr Tage fürs Erleben

Die Einreisebedingungen sind in beiden Ländern verschiedene Dinge. Thailand: ab 72 Stunden vor Ankunft kostenlos online registrieren und QR-Code zeigen; Vietnam: für deutsche Staatsangehörige bis 45 Tage visumfrei (sechs Monate Passgültigkeit plus Weiterflugticket). Rechnen Sie damit, dass eine Reise dennoch zwei Verfahren bedeutet (Stand Juli 2026).

Wo zuerst einreisen – die Reihenfolge verändert den Eindruck der Reise

Steht der Transport, folgt die Frage der Reihenfolge. Die Basis sind drei Nächte Bangkok und drei Ho-Chi-Minh-Stadt, ein „3-3“, und wir empfehlen, sich im vielseitigen Thailand zu akklimatisieren und dann ins dichtere Vietnam zu gehen.

  • Warum zuerst Thailand: Bangkok bietet Tempel, Straßenküche und Einkaufen — eine breite Auffangfläche, in die man auch beim ersten Südostasien-Besuch leicht hineinkommt. Hat man sich dort eingewöhnt, wird der Motorradstrom in Ho-Chi-Minh-Stadt zum Staunen statt zur Verunsicherung
  • Fürs Essen ein „4-4“: Beide sind Essensstädte — je eine Nacht mehr verändert die Dichte der Reise
  • Der Rückflug spät in der Nacht ist nutzbar: Mit einem Nachtabflug ab Ho-Chi-Minh-Stadt bleibt der letzte Tag ganz erhalten (Vietnam: 9 Sehenswürdigkeiten)

Weiterlesen — hinein in die einzelnen Länder

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