Recherche vor OrtFünf Tage mit dem Mietwagen, Ende Oktober bis Anfang November 2025
Preise und Regeln zuletzt geprüftJuli 2026
Wasserfälle, Geysire, Gletscher, Vulkane, heiße Quellen und obendrein Polarlichter — kein anderes Land lässt einen die Formkräfte der Erde in so kurzer Zeit erleben wie Island. Diese Route führt einmal quer durch die „Klassiker des Südwestens“: von der Blauen Lagune über den Golden Circle und die Südküste bis zu den Eishöhlen. Und tatsächlich ist gerade diese Jahreszeit ideal, weil sich Polarlichter und Eishöhlen zugleich erleben lassen (Preise und Verfügbarkeit Stand der Recherche Juli 2026).
Das Fazit zuerst — Ende Oktober bis November verbindet das Beste aus Herbst und Winter
- In fünf Tagen schafft man die Klassiker: Von Reykjavík aus lassen sich Blaue Lagune, Golden Circle, Südküste (Vík bis Gletscherlagune) und Gletschertour zu einer entspannten Strecke in eine Richtung verbinden.
- Ende Oktober bis Anfang November ist ein perfekter Zeitpunkt: Die Polarlichtsaison (Mitte September bis Anfang April) hat begonnen, die Straßen sind aber noch nicht richtig vereist. Und ab November öffnen die Eishöhlentouren.
- Beliebte Angebote sind alle nur mit Voranmeldung buchbar: Ob Blaue Lagune, Vulkantour oder Eishöhle — Tickets am selben Tag gibt es im Grunde nicht. Sobald die Reiseroute steht, beginnt das Buchen.
- Mit dem Mietwagen gilt: Vorhersageseiten sind Pflicht: Jeden Morgen das Wetter auf vedur.is und die Straßenlage auf road.is zu prüfen, gehört in diesem Land zum guten Fahrstil.
Tag 1 — die Blaue Lagune und die erste Polarlichtjagd

Ist man am Flughafen Keflavík gelandet, geht es vor der Stadt zunächst zur nur rund 20 Autominuten entfernten Blauen Lagune — einer der größten Geothermalquellen der Welt, in deren silikathaltigem, milchig-blauem Wasser man den Jetlag der Reise auflöst. Es gilt strikte Reservierungspflicht mit dynamischen Preisen (im Comfort-Tarif etwa 12.000 ISK pro Person, Stand Juli 2026); in der Hochsaison sind manche Zeitfenster schon Wochen vorher ausgebucht — sobald die Route steht, also zuerst hier buchen. Die Halbinsel Reykjanes ist seit 2021 vulkanisch aktiv (der Ausbruch vom August 2025 ist abgeklungen, der Betrieb läuft normal). Prüfen Sie kurz vor dem Besuch die offizielle Website und die Meldungen des isländischen Wetterdienstes. Abends fährt man nach Reykjavík und zieht bei guter Polarlichtvorhersage gleich zur ersten Jagd los.
Tag 2 — der Golden Circle: eine Runde durch das Lehrbuch der Erde

Der zweite Tag gehört dem klassischen Rundkurs Golden Circle. Er beginnt im Nationalpark Þingvellir (UNESCO-Welterbe und Ort des ersten demokratischen Parlaments), wo man durch den Spalt zwischen nordamerikanischer und eurasischer Platte gehen kann, führt zum Getöse des Gullfoss und weiter ins Geothermalgebiet Geysir mit der Springquelle Strokkur, die etwa alle acht Minuten hochschießt. Ein Tag wie eine Autorunde durch ein Museum der Geologie.

Wer Zeit und Kraft übrig hat, wandert in 45 Minuten bis einer Stunde (hin und zurück) zum Brúarfoss. So klein er ist — das Blau des Gletscherwassers ist schlicht überirdisch, und er war für uns der heimliche Sieger des Golden Circle. Zum Abschluss entweder eine Wanderung ins für seinen heißen Fluss bekannte Tal Reykjadalur (1,5 bis 2 Stunden hin und zurück) oder ein früher Rückzug ins Quartier zum Warten auf die Polarlichter — das entscheidet man am besten je nach Himmel.
Tag 3 — hinab in den Vulkan und Sonnenuntergang am schwarzen Strand

Der Höhepunkt des dritten Tages ist „Inside the Volcano“. Vom Krater des ruhenden Vulkans Þríhnúkagígur fährt man mit einem offenen Aufzug 120 Meter in die Tiefe und steht — weltweit einzigartig — im Inneren einer leeren Magmakammer (Richtwert rund 47.000 ISK, insgesamt 5 bis 6 Stunden, Saison Mai bis Oktober, Stand Juli 2026). Die im Scheinwerferlicht schwebenden Farben der Felswände waren um ein Vielfaches intensiver als jedes Foto. Nachmittags fährt man an die Südküste, macht einen Abstecher zum Wasserfall Seljalandsfoss, hinter dem man entlanggehen kann, und zum in einer Felswand versteckten Gljúfrabúi, und erlebt den Sonnenuntergang am Basaltsäulen-Strand Reynisfjara. Dies ist ein Strand, an dem es selbst bei Sonnenschein tödliche Unfälle durch hohe Wellen (Sneaker Waves) gibt. Halten Sie sich strikt daran: der Welle nie den Rücken zukehren, nicht bis zum nassen Sand hinuntergehen. Übernachtung in Vík.
Tag 4 — an Wasserfällen und Klippen nach Osten bis zur Gletscherlagune

Am vierten Tag geht es an der Südküste weiter nach Osten. Am 60 Meter hohen Skógafoss läuft man bis zum Fuß des Falls, blickt vom Kliff mit Leuchtturm bei Dyrhólaey auf den schwarzen Strand und fährt dann nach Skaftafell im Vatnajökull-Nationalpark. Am Ende eines etwa 1,5-stündigen Wanderwegs (hin und zurück) stürzt der von Basaltsäulen gesäumte Svartifoss herab. Zum Abend die Gletscherlagune Jökulsárlón und der Sonnenuntergang am Diamond Beach, wo angeschwemmte Eisbrocken auf dem schwarzen Sand glitzern. An unserem Ankunftstag lag Nebel, und die blauen Eisberge schwebten wie im Traum durch das milchige Weiß. Die Nacht verbringt man rund um die Gletscherlagune — das erleichtert den Treffpunkt der Tour am nächsten Morgen.

Tag 5 — Gletscherwanderung, Eishöhle und das letzte Polarlicht

Der letzte Tag ist der Höhepunkt der Reise: Gletscherwanderung auf dem Vatnajökull und Eishöhle. Mit Steigeisen steigt man auf den größten Gletscher Europas und betritt eine blaue Höhle, die die Natur in sein Inneres gemeißelt hat. Wichtig ist, das System zu verstehen: Eishöhlen sind nur von November bis März zugänglich, und die Teilnahme an einer geführten Tour ist Pflicht (auf eigene Faust nicht erlaubt, Richtwert ab 19.900 ISK, Stand Juli 2026). Da die Höhlen jedes Jahr schmelzen und neu entstehen, ist „die Höhle dieses Jahres“ in jeder Saison eine andere. Außerdem sind „Gletscherwanderung“ und „Eishöhle“ getrennte Angebote — wählen Sie eine Kombitour, die beides enthält. Die Ausrüstung (Helm, Steigeisen) stellt der Anbieter. Nachmittags kehrt man nach Reykjavík zurück und starrt auf die Polarlichtvorhersage der letzten Nacht — wir verabschiedeten uns mit einem blassen Grün zwischen den Wolken und nahmen am nächsten Morgen den Rückflug um 8:20 Uhr.
Reykjavík — die Regenbogenstraße und ein Bummel bei Nacht

Auch der Ausgangsort Reykjavík ist eine Stadt, in der sich der Abendbummel lohnt. Am Ende der in Regenbogenfarben bemalten Straße Skólavörðustígur steht die raketenartige Hallgrímskirkja (mit Aussichtsturm). An der Hauptstraße Laugavegur reihen sich Islands berühmte Hotdog-Stände, Lokale mit Lammsuppe und Läden mit Wollpullovern. Auf die Preise muss man sich einstellen (ein Essen auswärts kostet gefühlt ca. 20–30 €), doch mit einer Mischung aus Supermarkt (etwa Bónus) und Bäckerei lassen sich die Reisekosten drücken.
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Islands unverzichtbare Touren rechtzeitig sichern
Eishöhle, Gletscherwanderung, Polarlichttour und Eintritt zur Blauen Lagune — die wichtigsten Touren ab Reykjavík lassen sich bequem vergleichen und buchen. Viele sind bis 24 Stunden vorher kostenlos stornierbar, das federt auch das Wetterrisiko ab.
Verfügbarkeit der Touren prüfen →Praktische Infos für die Islandreise
- Bedingungen für Polarlichter — Saison von Mitte September bis Anfang April. Es ist das Produkt aus „starker Polarlichtaktivität“ und „wolkenfreiem Himmel“, deshalb schaut man auf die Wolkenkarte der Polarlichtvorhersage des Wetterdienstes und fährt in die dunkle Richtung.
- Fahren Ende Oktober bis November — das Tageslicht reicht nur etwa von 9 bis 17 Uhr, und Straßenglätte und starker Wind setzen ein. Wählen Sie einen Mietwagen mit Winterreifen, prüfen Sie jeden Morgen road.is und seien Sie flexibel genug, an schwierigen Tagen auf eine Tour umzusteigen.
- Reihenfolge beim Buchen — 1. Eishöhle/Gletschertour, 2. Blaue Lagune, 3. „Inside the Volcano“ (nur Mai bis Oktober), 4. beliebte Restaurants. Alles nur mit fester Uhrzeit.
- Bezahlen und Preise — eine reine Kartengesellschaft, Bargeld braucht man kaum. An Tankstellen ist eine Kreditkarte mit PIN Pflicht.
- Kleidung — wasserdichte Jacke, Zwiebellook und wasserfeste Schuhe sind die drei unverzichtbaren Dinge. In einem Land nach der Devise „Wenn das Wetter schlecht ist, warte 15 Minuten“ sollte man Pläne auch bei Regen nicht aufgeben.
- Reisedokumente — Island gehört zum Schengen-Raum, für EU-Bürger genügt formal der Personalausweis; viele Fluggesellschaften verlangen jedoch einen Reisepass, diesen also mitnehmen.
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