Recherche vor OrtAufenthalt Ende Oktober 2025 (insgesamt drei Nächte, vor und nach der Islandrundreise)
Preise und Regeln zuletzt geprüftJuli 2026
Kopenhagens größte Stärke ist seine Kompaktheit. Vom Flughafen bis in die Innenstadt sind es zwölf Minuten mit der Metro, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen im Fahrradradius, und die Dichte an Essen und Design gehört zu den höchsten Europas — in zwei Tagen kommt man bis zum Kern der Stadt. Diese Route zeigt, wie.
Das Fazit zuerst — vom „Nyhavn am Morgen“ her planen
- Nyhavn zwischen 9 und 11 Uhr: Im Morgenlicht leuchten die bunten Fassaden, und die Touristenmassen sind noch fern. Abends und nachts verwandeln Lichter und das Spiegeln auf dem Kopfsteinpflaster den Ort komplett — ein Besuch am Morgen und am Abend lohnt sich doppelt.
- Vom Flughafen nimmt man die Metro: Linie M2, rund zwölf Minuten in die Stadt, 36 DKK (Stand 2026). Sie fährt auch nachts, späte Ankünfte sind also kein Problem.
- Beim Essen ist die Markthalle Torvehallerne der Dreh- und Angelpunkt: vom traditionellen belegten Brot „Smørrebrød“ bis zu den angesagten Bäckereien — alles unter einem Dach.
- Ab drei kostenpflichtigen Attraktionen lohnt die Copenhagen Card: ab 559 DKK für 24 Stunden, 80 Attraktionen plus freie Fahrt im Nahverkehr. Schloss Rosenborg + Grachtenfahrt + Museum — damit hat sie sich schon gerechnet.
Nyhavn — ein Kanal mit zwei Gesichtern, morgens und abends

Nyhavn, das Wahrzeichen Kopenhagens, ist ein altes Seemannsviertel entlang eines in den 1670er-Jahren gegrabenen Kanals. Der Bummel ist kostenlos, von der Metro-Station Kongens Nytorv (M2) sind es nur wenige Gehminuten. Die beste Zeit fürs Fotografieren ist morgens zwischen 9 und 11 Uhr — dann fällt das Licht auf die bunten Fassaden des Nordufers, und über dem Kai liegt noch die Ruhe der Zeit vor der Café-Öffnung (bewährter Tipp, Stand Juli 2026). Wer hier eine Grachtenfahrt antritt, umrundet Oper und Kleine Meerjungfrau vom Wasser aus und hat schon in der ersten Stunde ein Gesamtbild der Stadt.

Und dann der Einbruch der Nacht. Die Lichterketten und das warme Leuchten der Restaurants fließen über das nasse Pflaster, und aus dem Postkartenmotiv des Tages wird ein Lehrbuchbeispiel für „Hygge“. Ende Oktober geht die Sonne schon gegen 16 Uhr unter — dass man das „Nyhavn bei Nacht“ dadurch bereits vor dem Abendessen genießen kann, ist einer der Vorzüge einer Reise im Herbst und Winter.
Das Schlossviertel — am Wasser von Amalienborg zur Kleinen Meerjungfrau

Geht man von Nyhavn am Wasser nach Norden, folgen Schloss Amalienborg (vier Rokoko-Palais um einen achteckigen Platz, Wohnsitz des Königshauses, Wachablösung mittags), die Frederikskirche mit ihrer schönen Marmorkuppel und die Sternfestung Kastellet; dahinter sitzt am Ufer die Kleine Meerjungfrau. Sie ist berüchtigt klein — gern als eine der „größten Enttäuschungen der Welt“ verspottet —, doch das Bild der Figur aus Andersens Märchen, die still auf das Industrieufer gegenüber blickt, wirkt in echt überraschend poetisch. Von Nyhavn aus ist es ein gemächlicher Spaziergang am Wasser von rund 1,5 bis 2 Stunden hin und zurück.

Essen — Hauptstadt des Smørrebrød und der Bäckereien

Der Einstieg in Dänemarks Esskultur ist das Smørrebrød, das traditionelle, hoch belegte Roggenbrot. In den Spezialitätenständen der überdachten Markthalle Torvehallerne bestellt man als Einsteiger am besten je ein bis zwei Klassiker — eingelegten Hering, Nordseekrabben, gebratenen Schweinebraten. In der Halle drängen sich auch Kaffeestände und Feinkostläden, ein guter Unterschlupf an Regentagen. Und diese Stadt ist zugleich das Epizentrum des weltweiten Bäckerei-Booms. Sich morgens für eine Kardamomschnecke oder ein Plunderteilchen (in Dänemark „Wienerbrød“ genannt) in die Schlange zu stellen, gehörte für uns zum kulinarischen Kopenhagen dazu. Zum Abschluss darf ein Hotdog vom berühmten Straßenstand als Snack nicht fehlen.
Design und Kronjuwelen — Schloss Rosenborg und das Designmuseum
Die zweite Achse Kopenhagens ist das Design. Das Designmuseum Danmark mit seinen Stühlen von Hans J. Wegner, das Renaissance-Schloss Rosenborg (Erwachsene um die 150 DKK, Einlass mit Zeitfenster, im Kellergewölbe die Kronjuwelen der Könige, Stand Juli 2026) und der Flagship-Store des offiziellen LEGO-Ladens — „Ursprung und Gegenwart des skandinavischen Designs“ lassen sich an einem halben Tag verbinden. Da für Schloss Rosenborg die Besucherzahl begrenzt ist, geht man mit einer vorherigen Buchung auf der offiziellen Website auf Nummer sicher. Der angrenzende Königsgarten ist kostenlos — bei gutem Wetter eine schöne Pause auf der Wiese, den Coffee to go in der Hand.
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Grachtenfahrt ab Nyhavn buchen
Wer sich zuerst einen Überblick über die Stadt verschaffen will, tut das am besten vom Wasser aus. Die klassische Tour umrundet in einer Stunde Kleine Meerjungfrau und Oper, lässt sich bequem online buchen und ist oft bis 24 Stunden vorher kostenlos stornierbar.
Grachtenfahrten ansehen →Praktische Infos für Kopenhagen
- Flughafen → Innenstadt — Metro M2, rund 12 Minuten, zwei Zonen 36 DKK (Stand 2026). Direkt an Terminal 3, auch nachts in Betrieb.
- Nahverkehr — Metro, Bus und Hafenbus teilen sich ein Zonensystem. Bezahlt wird kontaktlos per Kreditkarte oder App (DOT Tickets). Die Gesellschaft ist nahezu bargeldlos — Münzen braucht man praktisch nie.
- Copenhagen Card — ab 559 DKK für 24 Stunden (Preis Stand Dezember 2025). Schloss Rosenborg, Grachtenfahrt, Museen und Flughafenverkehr sind inbegriffen — ab drei kostenpflichtigen Attraktionen einen Blick wert.
- Beste Reisezeit — Klassisch sind die langen Sommerabende und die Fahrradsaison, doch von Ende Oktober bis Dezember ist Weihnachtsschmuck- und Hygge-Zeit. Weil die Sonne früh untergeht, lässt sich die Abendstimmung länger genießen.
- Kombination mit Island — Kopenhagen ist ein Drehkreuz mit vielen Direktflügen nach Reykjavík. Auch wir haben es so gelegt: zwei Nächte auf dem Hinweg, Islandrundreise, eine Nacht auf dem Rückweg.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Kopenhagen?
Zwei Tage reichen bis zum Kern. Die Stärke der Stadt ist ihre Größe: vom Flughafen sind es zwölf Minuten mit der Metro, und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen im Fahrradradius.
Wie kommt man vom Flughafen in die Innenstadt?
Mit der Metro M2 in rund zwölf Minuten für 36 DKK. Sie fährt auch nachts, ein später Ankunftsflug ist also kein Problem.
Lohnt sich die Copenhagen Card?
Ab 559 DKK für 24 Stunden deckt sie 80 Attraktionen plus freie Fahrt ab. Sie lohnt sich, wenn Sie drei oder mehr kostenpflichtige Ziele ansteuern — Schloss Rosenborg plus Kanalrundfahrt plus Museum trägt sie bereits.
Wann fotografiert man Nyhavn am besten?
Zwischen 9 und 11 Uhr, wenn das Morgenlicht die bunten Fassaden am Nordufer trifft und die Touristenmassen noch dünn sind. Abends verwandeln Lichter und Spiegelungen auf dem Kopfsteinpflaster den Ort komplett — ein Besuch am Morgen und am Abend lohnt sich doppelt.
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