Recherche vor OrtNovember 2023 · Macau selbst erkundet
Preise und Regeln zuletzt geprüftJuli 2026
Eine Fährstunde von Hongkong entfernt – jenseits des Wassers liegt eine Stadt, in der pastellfarbene Kolonialbauten, gepflasterte Plätze und eines der größten Casino-Resorts der Welt nebeneinander bestehen. Wir stellen eine Modellroute vor, mit der man Macau als Tagesausflug (im Idealfall mit einer Übernachtung) auskostet. Das historische Welterbe-Viertel ist erstaunlich kompakt, und das meiste ist kostenlos (Preise und Regelungen Stand Juli 2026).
Das Fazit vorweg — „tagsüber die Halbinsel, abends Cotai”
- Das historische Viertel läuft man in einem halben Tag ab: Das Welterbe „Historisches Zentrum von Macau” (2005 eingetragen) besteht aus 22 Bauwerken und 8 Plätzen und liegt rund um den Senado-Platz nahezu fußläufig. Der Großteil ist eintrittsfrei
- Für die Fortbewegung die Gratis-Shuttles der Casino-Hotels ausnutzen: Zwischen Fährterminal und den Resorts verkehren häufig kostenlose Busse. Kombiniert mit dem Linienbus (6 Pataca) sind die Fahrtkosten nahezu null
- Kein Geldwechsel nötig: Es ist zwar Pataca-Gebiet (MOP), doch Hongkong-Dollar wird nahezu 1:1 akzeptiert
- Als Tagesausflug „mittags das Welterbe der Halbinsel, ab dem Abend Cotai”: Man kann die abendliche Beleuchtung ansehen und mit der letzten Fähre nach Hongkong zurück
Der Senado-Platz — der Welterbe-Spaziergang beginnt am wellenförmigen Pflaster


Ausgangspunkt ist der Senado-Platz. Auf dem wellenförmigen Pflaster (Calçada), das portugiesische Handwerker verlegten, kommen zitronengelbe und rosa Kolonialbauten zur Geltung – das Herz einer Macau-Besichtigung. Die reinweiße Santa Casa da Misericórdia am Platz ist der Sitz einer der ältesten Wohltätigkeitseinrichtungen Asiens (gegründet 1569) – gerade dieses „Bild, in dem Südeuropa und China verschmelzen”, ist der Eintragungswert des Welterbes „Historisches Zentrum von Macau”. Von hier aus reihen sich die Sehenswürdigkeiten wie an einer Perlenkette: die berühmten Ruinen von St. Paul (das symbolträchtige Überbleibsel, von dem nur die Fassade der Kathedrale steht, 8 Gehminuten) und die Festung Monte.
Kathedrale und St.-Dominikus-Kirche — Andachtsräume, versteckt in den Gassen


Geht man vom Senado-Platz nur wenige Minuten durch die Gassen, tauchen nacheinander Kirchenbauten des 17. Jahrhunderts auf. Die cremegelbe St.-Dominikus-Kirche (gegründet 1587, ein Meisterwerk des Barock) und die Kathedrale, in der die Gouverneure ihre Amtseinführung feierten – beide sind eintrittsfrei, und einen Schritt vom trubeligen Platz weg ändert sich die Luft. Da die Kirchen und Tempel des historischen Viertels nicht „verstreut”, sondern „dicht gedrängt” liegen, ist es der Macau-Genuss, sich nicht auf die Karten-App zu verlassen, sondern dem Gespür der Gassen zu folgen.
Eiertörtchen und Macau-Küche — die portugiesische Erbmasse essen

Macaus Küche ist eine 400 Jahre alte Fusion aus „Portugal × Kantonesisch”. Mittags ins Lokal für makanesische Küche – African Chicken, Kroketten aus Bacalhau (Stockfisch) und Meeresfrüchte in Tomatensauce mit Reis sind Kombinationen, die man nur hier findet. Und danach das Eiertörtchen. Die zwei berühmtesten Adressen sind das Margaret’s Café e Nata (5 Gehminuten vom Senado-Platz, mittwochs geschlossen) und die Ursprungsbäckerei Lord Stow’s Bakery (Stammhaus in Coloane, Filiale auch im Venetian). Pro Stück rund 8–11 MOP; bei dem knusprigen Blätterteig und dem angebräunten Puddingkern ist frisch aus dem Ofen die reine Wahrheit (Stand Juli 2026).
Ab dem Abend Cotai — der Kanal und die Gondeln des Venetian

Wenn die Sonne sinkt, geht es mit dem Gratis-Shuttle nach Cotai. Im Venetian Macao fließt unter einem Deckengemälde mit blauem Himmel ein täuschend echter Kanal, auf dem Gondeln verkehren (regulärer Kanal für Erwachsene werktags 158 MOP / am Wochenende 168 MOP, der Grand Canal mit Gesang 208/218 MOP, Stand Juli 2026). Wer den Eiffelturm des Parisian Macao nebenan und die Beleuchtung der Hotels abläuft, erlebt Macaus Doppelgesicht „tagsüber 16., abends 21. Jahrhundert” an einem Tag. Die letzte Fähre nach Hongkong fährt bis nach 23 Uhr, man kann also das Nachtpanorama bis zum Ende genießen und dann zurück (die Zeiten am selben Tag prüfen).
Praktische Infos zum Tagesausflug nach Macau
- Anreise — von Hongkong per Fähre rund 1 Stunde (HK$160–200). Fürs Welterbe-Viertel zum Außenhafen, für Cotai direkt nach Taipa. Auch der Shuttlebus über die Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke (HK$65, rund um die Uhr) ist eine Option. Es gibt eine Grenzkontrolle, daher den Reisepass mitnehmen (Deutsche visumfrei bis 90 Tage)
- Vor Ort — die Gratis-Shuttles der Casino-Hotels (Fährterminal ⇄ Resorts) plus Linienbus für 6 Pataca. Im historischen Viertel zu Fuß
- Währung — Pataca-Gebiet, doch Hongkong-Dollar wird nahezu 1:1 akzeptiert. Für einen Kurzaufenthalt kein Wechseln nötig (das Wechselgeld kann in MOP kommen)
- Modellablauf (Tagesausflug) — vormittags: per Fähre zum Außenhafen → Senado-Platz, Ruinen von St. Paul, Kirchenrundgang; mittags: Macau-Küche + Eiertörtchen; abends: mit dem Gratis-Shuttle nach Cotai → der Abend im Venetian und Parisian → mit der letzten Fähre nach Hongkong
- Kleideretikette — auf der Casino-Etage sind Badelatschen und kurze Hosen mitunter nicht erlaubt. In den Kirchen leise sein
Weiterlesen — auf zur Reise nach Hongkong und Macau
- Die gesamte Reiseplanung hier → Hongkong und Macau: Route für 3 Tage
- Das Schlemmen auf der Hongkong-Seite → Kulinarischer Reiseführer Hongkong
- Das Ziel über die Geschichte wählen → Reiseziele nach Geschichte wählen


