Steaming Kilauea caldera at Hawaii Volcanoes National Park

Hawaii: Oahu und Big Island in 8 Tagen – Zwei-Inseln-Rundreise

PHOTO: TRAVELERS ROUTE

Oahu und Big Island clever kombinieren: Waikiki-Food, North-Shore-Drive, Manta-Nachtschnorcheln vor Kona und der Kīlauea-Vulkan – die 8-Tage-Modellroute.

Travelers Route  /  Artikel

21 Min. Lesezeit

Recherche vor OrtFebruar 2026 – Oahu und Big Island in 8 Tagen als Rundreise, aus eigener Erfahrung

Preise und Regeln zuletzt geprüftJuli 2026

Eine Hawaii-Reise nur in Waikiki zu verbringen, wäre eigentlich schade – nur 50 Flugminuten entfernt warten auf Big Island (Hawaiʻi Island) bis heute dampfende Vulkane, nachts durchs Meer gleitende Mantarochen, endlose Lavafelder und ein grandioser Sternenhimmel. Wir stellen eine Modellroute für zwei Inseln vor.

Das Wichtigste zuerst – als zweite Insel Big Island dazunehmen

  1. Vier Tage Oahu plus vier Tage Big Island sind das goldene Verhältnis: Honolulu ⇄ Kona dauert im Inlandsflug nur etwa 50 Minuten, es gibt viele Verbindungen, und die Reisekosten sind erstaunlich gering. Legen Sie in die erste Hälfte Waikiki und Inselrundfahrten, in die zweite die „Erd-Erlebnisse“ aus Vulkan und Meer – so bekommt die Reise einen schönen Rhythmus
  2. Das Highlight auf Oahu ist die Inselrundfahrt: Garlic Shrimp an der North Shore und die Meeresschildkröten am Laniakea Beach schaffen Sie mit dem Mietwagen an einem Tag. Den weißen Sand von Kailua nehmen Sie am Folgetag auf der Fahrt entlang der Ostküste mit
  3. Das Manta-Nachtschnorcheln früh buchen: Vor Kona liegt einer der weltbesten Spots mit einer Sichtungsquote von über 90 %. Rechnen Sie mit rund 120–150 $; beliebte Termine sind zuerst ausgebucht
  4. Das ESTA kostet 40,27 $ (Stand Januar 2026): Beantragen Sie es ausschließlich über die offizielle Website. In den Suchergebnissen stehen oft teure Vermittlerseiten ganz oben – Vorsicht

Waikiki – der Morgen auf Oahu beginnt beim Essen

Açaí-Bowl in Waikiki Acai bowl at a Waikiki health cafe, Honolulu
Açaí-Bowl in Waikiki: reichlich Beeren, Banane und Blütenpollen. Die morgendliche Schlange hat ihren Grund — PHOTO: TRAVELERS ROUTE (aufgenommen im Februar 2026)
Malasadas von Leonard's Bakery Box of fresh malasadas from Leonard's Bakery, Honolulu
Malasadas der Leonard’s Bakery: frisch frittierte, in Zucker gewälzte Krapfen portugiesischen Ursprungs — PHOTO: TRAVELERS ROUTE (aufgenommen im Februar 2026)

Gegen den Jetlag hilft nichts so gut wie die „Frühstückskultur“ von Waikiki. Eine Açaí-Bowl mit viel Obst und Honig, eine Malasada der 1952 gegründeten Leonard’s Bakery (ein von portugiesischen Einwanderern mitgebrachter Schmalzkrapfen), dazu Loco Moco und Garlic Shrimp – Hawaiis Küche ist eine ganz eigene Entwicklung aus der Plate-Lunch-Kultur und der Geschichte der Einwanderung, und allein beim Schlemmen vergeht ein halber Tag. Während des Aufenthalts in Waikiki braucht man kein Auto. Im Dreieck aus Strand, Kalākaua Avenue und Hotel gewöhnt sich der Körper zuerst an die Ortszeit.

Oahu-Inselrundfahrt – das Meer von North Shore und Kailua

Giovanni's Shrimp Truck an der North Shore Giovanni's Shrimp Truck covered in signatures, North Shore, Oahu
Der über und über mit Unterschriften bedeckte Giovanni’s Shrimp Truck – ein Publikumsliebling an der North Shore — PHOTO: TRAVELERS ROUTE (aufgenommen im Februar 2026)
Garlic-Shrimp-Teller von der North Shore Garlic shrimp plate with rice, North Shore, Oahu
Ein Teller Shrimps, durchzogen von Knoblauchbutter. Am besten mit dem Reis vermengt essen — PHOTO: TRAVELERS ROUTE (aufgenommen im Februar 2026)

Am zweiten Oahu-Tag geht es mit dem Mietwagen einmal um die Insel. Über die Ananasfelder der Dole Plantation geht es weiter zur North Shore; nach einem Bummel durch die Surferstadt Haleʻiwa steht mittags der Klassiker Garlic Shrimp vom Foodtruck an. Am Laniakea Beach kommen am Nachmittag die Grünen Meeresschildkröten an den Strand – doch Hawaiis Schildkröten sind eine geschützte Art. Halten Sie mindestens rund 3 m (10 Fuß) Abstand; sie zu berühren oder zu füttern ist verboten (Stand Juli 2026).

Weißer Sandstrand von Kailua White sand beach at Kailua, windward Oahu
Der weiße Sandstrand auf der Kailua-Seite. Selbst bei bewölktem Himmel sind das Weiß des Sandes und die Farbverläufe des Meeres eine Klasse für sich — PHOTO: TRAVELERS ROUTE (aufgenommen im Februar 2026)

Am nächsten Tag geht es an die Ostküste. Die Strände von Kailua und Lanikai zählen mit ihrem weißen Sand regelmäßig zu den „besten Stränden der USA“; der puderzuckerfeine Sand ist schon das Barfußlaufen wert. Kombiniert mit den Cafés und Pfannkuchenlokalen des Ortes, lässt sich hier bestens ein halber Tag verbringen.

Big Island bei Nacht – Nachtschnorcheln mit Mantarochen

Manta-Nachtschnorcheln vor Kona Manta ray gliding at night snorkel off Kona, Big Island
Ein Mantarochen taucht im nächtlichen Meer auf. Auf der Suche nach dem im Lichtkegel versammelten Plankton gleitet er mit ausgebreiteten Flügeln direkt vor einem vorbei — PHOTO: TRAVELERS ROUTE (aufgenommen im Februar 2026)

Rund 50 Flugminuten von Honolulu entfernt liegt Kona auf Big Island – und schon am Ankunftsabend lässt sich dort das Manta-Nachtschnorcheln erleben. Man treibt nach Sonnenuntergang im Meer, unter Wasser sammeln die Lampen das Plankton, und dann streift ein Mantarochen mit 3–4 m Flügelspannweite mit geöffnetem Maul und Saltos direkt vor einem hindurch – ein Erlebnis mit einer weltweit einzigartigen Sichtungsquote (über 90 %), wie sie nur vor Kona erreicht wird. Der Preis liegt bei rund 120–150 $ (Stand Juli 2026). Üblich sind Touren inklusive Neoprenanzug; da es Vorgaben zu Schwimmfähigkeit und Alter gibt, bei der Buchung nachfragen. Das persönliche Ranking der Unterwassererlebnisse wird danach garantiert neu geschrieben.

Kīlauea – der „lebendige Planet“ im Vulkan-Nationalpark

Caldera und Dampf des Kīlauea Steaming Kilauea caldera at Hawaii Volcanoes National Park
Die Caldera des Kīlauea. Aus dem schwarzen Lavaboden steigt an vielen Stellen Dampf auf — PHOTO: TRAVELERS ROUTE (aufgenommen im Februar 2026)

Das Highlight von Big Island ist der Welterbe-Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark (Eintritt 30 $ pro Fahrzeug, 7 Tage gültig, Stand Juli 2026). Am Kīlauea gibt es im Krater Halemaʻumaʻu immer wieder Eruptionsphasen (seit Dezember 2024); in aktiven Phasen kann sich der Krater nachts rötlich am Himmel spiegeln. Ein Herangehen an Lavaströme ist nicht möglich – man blickt von Aussichtspunkten in die Caldera hinab. Und doch begreift man beim Anblick des aus dem Boden aufsteigenden Dampfes körperlich, dass „die Erde lebt“. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuelle Eruptionslage und Sperrungen auf der Seite des National Park Service (NPS). Wer bis zum schwarzen Sandstrand Punaluʻu im Süden (ein Ruheplatz für Schildkröten) weiterfährt, erkennt allmählich die vulkanisch geformte Kontur der Insel.

Kona und die Lavafelder – Kaffee, Old Hawaii, Sternenhimmel

Lavafeld an der Kohala-Küste von Big Island Vast lava field along the Kohala coast, Big Island
Das Lavafeld an der Westseite der Insel. Beidseits des Highways wird es bis zum Horizont zu einem Meer aus schwarzem Gestein — PHOTO: TRAVELERS ROUTE (aufgenommen im Februar 2026)

Die Westseite von Big Island ist ein „anderer Planet“: Fahre, so weit man will, es folgt schwarzes Lavafeld auf schwarzes Lavafeld. An diesen Lavahängen wächst der Kona-Kaffee, einer der drei großen Kaffees der Welt – im Hügelland von Kona reihen sich Farmen mit Besichtigungen und Röst-Workshops, und auch wir haben bei einem Röst-Workshop unsere eigenen Bohnen mit nach Hause genommen. Fährt man nach Norden, warten das Städtchen Hawi mit dem Flair von Old Hawaii, Waimea, die Stadt der Paniolo (hawaiianische Cowboys), und der Aussichtspunkt am Pololū Valley mit seinen Steilklippen. Nachts gibt es Sternenbeobachtung auf dem Hochland um die 2.000 m – der Fuß des Mauna Kea ist einer der besten Sternenspots der Welt, und die Milchstraße ist mit bloßem Auge klar zu sehen.

Sonnenuntergang über dem Meer bei Kona Sunset over the ocean at Kailua-Kona, Big Island
Sonnenuntergang bei Kona. Die nach Westen gerichtete Küste bietet jeden Abend eine Sunset-Show — PHOTO: TRAVELERS ROUTE (aufgenommen im Februar 2026)

Praktische Infos für die Zwei-Inseln-Reise auf Hawaii

  • ESTA40,27 $ (Stand Januar 2026, zwei Jahre gültig). Antrag nur über die offizielle Seite esta.cbp.dhs.gov. Vorsicht vor Vermittlerseiten, die einen Aufschlag verlangen
  • Flug zwischen den Inseln – Honolulu ⇄ Kona/Hilo dauert im Inlandsflug etwa 50 Minuten. Selbst mit aufgegebenem Gepäck ist es kein Tagesprojekt, sodass sich die Reise wie eine „Zwei-Städte-Tour“ planen lässt
  • Mietwagen – Auf Oahu je nach Reisestil (nur Waikiki: nicht nötig; für die Inselrunde: mieten). Auf Big Island praktisch Pflicht: Die Insel ist riesig – größer als Zypern – und die Ziele liegen weit auseinander
  • Trinkgeld – Im Restaurant sind 15–20 % Standard, bei Touren etwa 10–15 % für die Guides
  • Beste Reisezeit – Ganzjährig top, doch von Dezember bis April ist Buckelwal-Saison. Im Februar sahen wir vom Ufer aus mehrfach die Blas-Fontänen der Wale

Ein Plan nur für Big Island – wie man die vier Tage aufteilt

Vier Tage Oahu plus vier auf Big Island ist das goldene Verhältnis, doch wie man die vier Tage auf Big Island aufteilt, muss man gesondert entscheiden. ⚠Denn die Insel ist groß und die Ziele liegen weit auseinander.

  • Tag 1 (Ankunft) — Mantas noch am Abend der Landung: rund 50 Minuten mit dem Inlandsflug ab Honolulu nach Kona. Der Manta-Nachtschnorchel ($120–150) passt in denselben Abend. ⚠Die beliebten Termine sind zuerst weg — buchen, sobald der Ankunftsflug steht
  • Tag 2 — der Vulkan-Nationalpark: Welterbe Hawaii Volcanoes National Park (Eintritt 30 $ pro Fahrzeug, sieben Tage gültig). ⚠Am Kilauea gibt es seit Dezember 2024 immer wieder Eruptionsepisoden am Halemaumau-Krater; während der Aktivität kann der Widerschein nachts rot erscheinen. Er liegt am Südostende der Insel, von Kona aus also ein ganzer Tag
  • Tag 3 — Kona und die Lavaebenen: Auf der Westseite fährt man und fährt, und das schwarze Lavafeld hört nicht auf — wie ein anderer Planet. Die nach Westen gewandte Küste liefert jeden Abend eine Sonnenuntergangsshow, und hier wächst auch der Kona-Kaffee
  • Tag 4 (Reisetag) — den Vormittag dem Meer geben: Nutzt man den Vormittag vor dem Rückflug nach Oahu fürs Wasser, besteht der letzte Tag nicht nur aus Fahrerei

Kona (Westende) und der Vulkan-Nationalpark (Südostende) gehören auf verschiedene Tage, auch auf derselben Insel. Weil das Eintrittsticket sieben Tage gilt, gibt es auch die luxuriöse Variante, den Vulkan auf zwei Tage zu verteilen und abends und noch einmal morgens hinzufahren, statt ihn an einem Tag abzuhaken (USA: 10 Sehenswürdigkeiten).

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