The square before the People's Committee building, Ho Chi Minh City
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Vietnam: 9 Sehenswürdigkeiten — vier Tage ab Ho-Chi-Minh-Stadt

PHOTO: TRAVELERS ROUTE

Fünf Kolonialbauten in einem Radius von 700 m im 1. Bezirk, Flusscruise und Wasserpuppentheater am Abend, dazu zwei Tagesausflüge in entgegengesetzte Richtungen: die Sampans im Mekongdelta und das 250 km lange Tunnelnetz von Cu Chi. Mit Preisen, Zeitbedarf und Wegführung.

Travelers Route  /  Artikel

25 Min. Lesezeit

Vietnams Sehenswürdigkeiten verteilen sich über ein sehr langes Land – nimmt man aber Ho-Chi-Minh-Stadt als Basis, passen drei ganz verschiedene Arten von Tag in vier Tage und drei Nächte: Stadtbummel, Wasserland und Kriegsgeschichte. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen fußläufig beieinander im 1. Bezirk, und von dort führen zwei Tagesausflüge in entgegengesetzte Richtungen. Genau diese Struktur macht eine erste Vietnamreise so leicht zu bauen.

Dieser Artikel ordnet neun Sehenswürdigkeiten in fünf im Gehradius, zwei für den Abend und zwei Tagesausflüge – mit Preisen, Zeitbedarf und dem jeweils nächsten Schritt. Deutsche Staatsangehörige brauchen für Aufenthalte bis 45 Tage kein Visum (Reisepass mindestens 6 Monate gültig, Weiter-/Rückflugticket vorausgesetzt); alles Weitere steht im Vietnam-Reiseführer (Preise und Regeln, Stand Juli 2026).

9 Ziele
5 fußläufig · 2 abends · 2 Ausflüge
4 Tage
reichen für alle neun
250 km
Tunnelnetz von Cu Chi
700 m
Radius, in dem der Kern liegt

Zuerst die Geografie – eine Stadt im Süden, zwei gegenläufige Ausflüge

Vietnam erstreckt sich über mehr als 1.600 km von Nord nach Süd, und Hanoi im Norden und Ho-Chi-Minh-Stadt im Süden haben grundverschiedene Charaktere. Dieser Artikel behandelt den Süden: Ho-Chi-Minh-Stadt und sein Umland.

Vietnam Karte der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Basisstädte: Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt. Hanoi Ho-Chi-Minh-Stadt ● Basisstadt ● Tagesausflug

Von den beiden Tagesausflügen liegen die Cu-Chi-Tunnel rund 70 km im Nordwesten (1,5–2 Stunden je Richtung) und My Tho, das Tor zum Mekongdelta, etwa zwei Autostunden im Südwesten. Sie liegen in entgegengesetzten Richtungen, lassen sich also nicht an einem Tag verbinden. Die beiden auf getrennte Tage zu legen ist die erste Weiche, wenn man vier Tage plant.

Fünf im 1. Bezirk – alles in einem Radius von 700 m

Der Kern der Stadtbesichtigung liegt fußläufig rund um die Dong-Khoi-Straße im 1. Bezirk. Die folgenden fünf ergeben aneinandergereiht eine Halbtagesrunde. Beim Gehen lernt man vor allem: das Überqueren des ampellosen Motorradstroms ist die Überlebenstechnik dieser Stadtwer langsam und gleichmäßig geht, um den fließen die Mopeds herum; Stehenbleiben ist gefährlicher. Das ist die erste Lektion, die man vor Ort lernt.

Zentrum von Ho-Chi-Minh-Stadt Stadtkarte mit Maßstab, die die tatsächliche Lage von Ben-Thanh-Markt, Komiteegebäude, Nguyen-Hue-Boulevard, Kathedrale Notre-Dame, Hauptpost zeigt. Zentrum: Komiteegebäude. Alles im Bezirk 1 liegt in einem Radius von 700 m – der ganze Kern ist zu Fuß machbar. Kanal Ben-Thanh-Markt Komiteegebäude Nguyen-Hue-Boulevard Kathedrale Notre-Dame Hauptpost 0.5km Kartendaten © OpenStreetMap contributors

Volkskomitee-Gebäude – das Rathaus der Kolonialzeit

Das Paradebeispiel der Kolonialarchitektur und das frühere Rathaus der französischen Zeit. ⚠Das Innere ist nicht zugänglich, die Besichtigung erfolgt nur von außen, doch zusammen mit dem Platz an der Nguyen-Hue davor ist es der natürliche Ausgangspunkt für einen Spaziergang. Auf dem Platz stehen die Ho-Chi-Minh-Statue und eine Promenade mit Lotusbecken; abends ist alles beleuchtet – ein Ort, den man zweimal besuchen sollte, einmal bei Tag und einmal im Dunkeln.

Volkskomitee-Gebäude in Ho-Chi-Minh-Stadt People's Committee Hall
Das frühere Rathaus aus der französischen Zeit. Das Innere ist geschlossen — man sieht Fassade und Platz — PHOTO: TRAVELERS ROUTE

Nguyen-Hue-Boulevard – das Rückgrat der Stadt

Der Boulevard führt schnurgerade vom Gebäude hinunter zum Saigon-Fluss. Die Mitte ist eine breite Fußgängerzone – einer der wenigen Orte hier, an denen man vom Motorradstrom befreit ist. Wer ihn vom Gebäude im Norden bis zum Fluss im Süden abläuft, hat die Stadt im Kleinen, auf einer Linie.

Kathedrale Notre-Dame und Hauptpost – zwei Nachbarn aus rotem Backstein

Die beiden stehen einander gegenüber auf beiden Seiten der Straße und lassen sich als ein einziges Ziel behandeln. Die Kathedrale ist eine Backsteinbasilika aus der französischen Zeit, die Post hat ein Stahlbogendach derselben Epoche und ist bis heute eine arbeitende Post mit geöffneten Schaltern. Vom Volkskomitee-Gebäude sind es wenige Minuten zu Fuß, also passt es als zweite Station einer Runde durch den 1. Bezirk.

Ben-Thanh-Markt – das südliche Ende des Gehradius

Die überdachte Markthalle am Südrand des 1. Bezirks, dicht gefüllt mit Trockenwaren, Kleidung und Garküchen, taugt als Wendepunkt der Runde. An Ständen ohne Preisschild wird gehandelt, also legen Sie sich vorher eine schnelle Umrechnung im Kopf zurechtder Dong hat viele Nullen, und wer Preise schnell liest, handelt entspannter.

Cafés rund um Dong Khoi – Kondensmilch- und Egg Coffee

Vietnam ist ein Land, in dem die richtige Antwort auf müde Füße ein Café ist. Kondensmilch-Kaffee, der mit aufgeschlagenem Eigelb zubereitete Egg Coffee und Läden mit Craft-Schokolade aus vietnamesischem Kakao verteilen sich rund um Dong Khoi. Der Wechsel zwischen der Hitze draußen und der Klimaanlage drinnen ist der Trick, um in dieser Stadt lange zu Fuß unterwegs zu sein (Ho-Chi-Minh-Stadt Reisetipps).

Zwei für den Abend – vom Fluss aus sehen oder im Theater sitzen

Dinner-Cruise auf dem Saigon-Fluss – das Richtige für den Ankunftsabend

Der Klassiker für den Abend: Abendessen und Livemusik an Bord, während das Schiff den Fluss hinauf- und zurückfährt, mit Landmark 81, dem höchsten Gebäude Vietnams, und den Lichtern des 1. Bezirks im Vorbeiziehen. Eine gerade erst gelandete Stadt zuerst vom Wasser aus zu sehen, ist eine ausgezeichnete Vorerkundung für die Lauftage danach. Legt man das auf den ersten Abend nach einer Nachmittagsankunft, ist der Anreisetag nicht verloren.

Beleuchtetes Dinner-Schiff auf dem Saigon-Fluss bei Nacht Dinner cruise boat
Der richtige Zug für den Ankunftsabend. Wer die Stadt zuerst vom Wasser sieht, liest die Lauftage danach leichter — PHOTO: TRAVELERS ROUTE

Wasserpuppentheater – feste Tage und Zeiten

Traditionelles Theater, gespielt auf dem Wasser. ⚠Vorstellungen gibt es nur an bestimmten Tagen und Zeiten, wer also hin will, prüft zuerst den Spielplan und baut den Rest des Tages darum herum. Der Standardplatz ist der frühe Abend, direkt nach der Stadtrunde – auch ohne Sprachkenntnisse gut zu verfolgen.

Zwei Tagesausflüge – Wasser im Südwesten, Tunnel im Nordwesten

Tagesausflüge ab Ho-Chi-Minh-Stadt Stadtkarte mit Maßstab, die die tatsächliche Lage von Cu-Chi-Tunnel, Ho-Chi-Minh-Stadt, My Tho zeigt. Zentrum: Ho-Chi-Minh-Stadt. Cu Chi liegt rund 70 km im Nordwesten, My Tho etwa zwei Autostunden im Südwesten: entgegengesetzte Richtungen, also nicht an einem Tag. Mekongdelta Cu-Chi-Tunnel Ho-Chi-Minh-Stadt My Tho 20km Kartendaten © OpenStreetMap contributors

Mekongdelta (My Tho) – im Ruderboot unter Nipapalmen

Rund zwei Autostunden von der Stadt entfernt ist die Tagestour nach My Tho der Klassiker, englischsprachige Gruppentouren ab ca. 12–19 €. Ein großes Holzboot bringt Sie über die braune Weite des Flusses, auf den Inseln in der Strommitte besichtigen Sie Kokosbonbon-Werkstätten und Obstgärten, und der Höhepunkt sind 10–15 Minuten im handgeruderten Sampan, durch einen wenige Meter breiten, von Nipapalmen überdachten Kanal, mit nichts als dem Geräusch der Riemen. Die meisten Touren enthalten ein Mittagessen rund um den Elefantenohrfisch – ein ganzer frittierter Fisch, am Tisch in Reispapier gewickelt.

Das schlammbraune Wasser ist kein Schmutz, sondern die Farbe der Nährstoffe des Mekong – dasselbe Wasser, das Vietnams größte Kornkammer speist. Wer die Nachmittagsabfahrt mit Glühwürmchen nimmt, bekommt zwei Ausflüge in einem: Nach Sonnenuntergang blinken die Bäume am Ufer wie Lichterketten, und die Glühwürmchen am Mekong fliegen das ganze Jahr. ⚠Prüfen Sie die Abholbedingungen: kostenlose Hotelabholung im 1. Bezirk ist Standard, außerhalb verlangen viele Anbieter Aufpreis (Mekongdelta-Tour).

Holzboot auf dem Mekong im Abendlicht Wooden boat on the Mekong at sunset
Das schlammige Braun ist kein Schmutz, sondern die Farbe der Nährstoffe des Mekong — dasselbe Wasser, das Vietnams größte Kornkammer speist — PHOTO: TRAVELERS ROUTE

Die Cu-Chi-Tunnel – hinunter in ein 250 km langes Netz

Rund 70 km nordwestlich der Stadt, 1,5–2 Stunden je Richtung. Das 250 km lange unterirdische Netz, das die Nationale Befreiungsfront im Vietnamkrieg gegraben hat, lässt sich in zwei bis drei Stunden vor Ort begehen. Ein zerstörter Panzer im Freien, Vorführungen von Fallgruben und Sprengfallen, Erdbunker mit Waffenwerkstatt und Küche – und dann der Abschnitt, in dem man selbst in die Tunnel hinuntersteigt. Schon wenige Dutzend Meter durch eine Dunkelheit, in der die Schultern anstoßen, legen einem das Gewicht dieser Kriegsjahre unmittelbar in den Körper.

Es gibt zwei Besucherbereiche. Die meisten Touren fahren nach Ben Dinh (Eintritt ca. 110.000 VND); Ben Duoc ist größer und weniger überlaufen (ca. 90.000–110.000 VND, Besichtigung mit Führung). ⚠Bei günstigen Touren wird der Eintritt mitunter separat berechnet – immer nachfragen.Das ist ein Ort der Kriegserinnerung, kein Themenparkhier bestimmt die Qualität der Erklärung die Qualität des Erlebnisses, es lohnt sich also, in eine gute Führung zu investieren (Cu-Chi-Tunnel-Tour).

Nach Tagen – wie weit diese neun Ziele reichen

  • 3 Tage – die Stadt und ein Ausflug: Cruise am ersten Abend, den 1. Bezirk zu Fuß am zweiten Tag, ein Tagesausflug am dritten. Sie müssen sich zwischen Cu Chi und dem Mekong entscheiden
  • 4 Tage – alle neun Ziele: Cruise am Ankunftsabend, die Stadt an Tag zwei, der Mekong an Tag drei (mit der Glühwürmchen-Variante bis in den Abend), Cu Chi am Vormittag von Tag vier. Eine Vormittagstour bringt Sie am frühen Nachmittag zurück in die Stadt, sodass vor einem Nachtflug noch eine Massage hineinpasst (Ho-Chi-Minh-Stadt Reisetipps)
  • 8 Tage – zwei Länder mit Thailand: Bangkok nach Ho-Chi-Minh-Stadt sind rund 1,5 Stunden mit einem Billigflieger. Drei Nächte je Stadt ist die Referenzaufteilung, und mit der milderen Vielfalt Thailands zu beginnen, bevor Vietnam zupackt, ist die Reihenfolge, die wir empfehlen (Thailand-Vietnam-Rundreise)

Drei Dinge, die vor der Abreise feststehen sollten

  • In welche Richtung Ihr Tagesausflug geht – Cu Chi liegt im Nordwesten, der Mekong im Südwesten, genau entgegengesetzt. Eine Richtung pro Tag ist die Obergrenze, also entscheidet die Zahl Ihrer Tage, ob Sie beides bekommen
  • Grab schon zu Hause einrichten – in der Stadt fährt man am besten ausschließlich mit der Ride-Hailing-App Grab, und die einzige Vorbereitung, auf die es ankommt, ist die SMS-Verifizierung vor der Abreise. Vom Flughafen in den 1. Bezirk rund 100.000–200.000 VND plus 10.000–20.000 VND Flughafengebühr; am sichersten mit hinterlegter Karte
  • Die Trockenzeit ansteuern (Dezember–April) – die Regenzeit läuft von Mai bis Oktober, dann sollte man auf Schauer eingestellt sein. Deutsche Staatsangehörige brauchen bis 45 Tage kein Visum (Reisepass mind. 6 Monate gültig, Weiter-/Rückflugticket)

Preise und Regeln ändern sich. Ob Eintritte in einer Tour enthalten oder separat zu zahlen sind und wann das Theater spielt, prüfen Sie am besten kurz vorher auf den Seiten der Anbieter. ⚠Am Flughafen Tan Son Nhat läuft seit April 2026 ein Testbetrieb für eine Online-Voranmeldung (derzeit freiwillig und kostenlos) – vor der Reise den aktuellen Stand prüfen. Das ganze Land im Überblick steht im Vietnam-Reiseführer.

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